Das Gleichnis vom Einbeinigen und der Schubkarre

Ein Einbeiniger hatte eine Schubkarre, die benutzte er jeden Tag gerne und ausgiebig. Allerdings fiel er immer wieder auf die Schnauze, wenn ein Loch im Boden war. Sein Nachbar hatte dafür nur einen Arm und er half dem Einbeinigen immer bei der Gartenarbeit, indem er mit Runkelrüben versuchte zu jonglieren, die ihm aber immer wieder auf dem Kopf fielen.

Da gingen die beiden auf den Markt und verkauften die Runkelrüben und die Schubkarre um fünfunddrölfzig Talente. Davon kauften Sie einen Kasten Bier, zwei Flaschen Schnaps und unzählige Dosen Ravioli, nämlich drei. Eine davon war aber eine Dose Ravioli Diavolo, die erblickte der Einarmige, rief laut „Vade retro Satanas“ und tauschte sie um in eine Dose Ravioli mit extra viel Hack in der Soße.

Darauf gingen die beiden nach Hause und auf dem Heimweg beschlossen sie, sich gegenseitig in den Arsch zu treten. Wer den anderen am meisten traf, sollte die Dose mit dem Extra-Hack bekommen. Hier gewann der Einbeinige, weil der Einarmige schon sehr betrunken war und bei jedem Tritt auf die Schnauze fiel.

Als sie wieder zu Hause waren, kochten sie die Ravioli, tranken dazu Bier und Schnaps und sangen muntere Weisen von Roberto Blanco. Da tat sich der Himmel auf, gleißendes Licht blendete sie und eine Donnerstimme verkündete: „Mahlzeit Kollegen, lieber arm dran, als Arm ab. Prost!“

Darauf erhoben der Einarmige und der Einbeinige die Bierflaschen und riefen: „Da sagste was, Kollege!“ Und rauchten eine Zigarette.

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