Das Gleichnis vom Einäugigen und den Blinden

Es begab sich dareinst in Galiläa, dass ein Einäugiger zu Hause am Frühstückstisch saß und sehr erzürnt war. Das lag daran, dass er eigentlich den Galiläischen Volksboten hatte abonnieren wollen, aber statt dessen den Gallizischen Volksboten abonniert hatte und nun auch noch fünf Schekel Auslandsportozuschlag zahlen musste. Da er kein Ukrainisch sprach, erfuhr er so nicht die Fußballtotoergebnisse aus Nazareth und Umgebung und wusste so nicht, dass er ein halbes Huhn dort gewonnen hatte. Seine Wut war so unbändig, dass er seine Katze rief und diese unbändig verdrosch.

Als er so in seiner Küche stand und seine Katze verdrosch, fiel, sein Blick auf den Wandkalender und er las das Tagesmotto, das da lautete: Der Einäugige ist der König unter den Blinden. Da hörte er auf seine Katze zu verdreschen und rief aus „JA! Ich will zu den Blinden gehen und ihr König werden!“ Das tat er dann auch.

So ging er nach Akko, in die Blindenschule, stellte sich vor alle Menschen und rief „Blinde! Ich will euer König sein, denn ich bin einäugig!“, worauf sich ein großes Gemurmel unter den Blinden erhob. Da stand ein Weib auf, das Lockenwickler im Haar und eine Kittelschürze trug. Im Mundwinkel hatte sie eine Zigarette. Und das Weib sprach: „Hömma, du Flitzpiepe, wir sind ein autonomes Kollektiv der Kommunistischen Partei und brauche keinen König. Und wenn wir einen König brauchen, dann keinen Spassemaken wie dich!“

Daraufhin applaudierten alle Blinden und begannen den Einäugigen mit Eiern, Salat, Tomaten, Essig und Öl zu bewerfen. Aber sie waren blind und trafen nicht. Der Einäugige aber fing alles auf und bereitete einen schmackhaften Salat daraus zu, aber die Blinden wollten ihn nicht und beschimpften ihn als Warmduscher, Turnbeutelvergesser und Helene-Fischer-Hörer.

Da öffnete sich der Himmel, ein gleißendes Licht erstrahlte den Raum und eine Donnerstimme sprach: „18 bitte 37 rufen! 18 bitte 37 rufen!“ Da wurden die Blinden ruhig, stellten sich in eine Reihe, fassten sich an den Schultern und begannen zu singen „Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse, denn nun geht sie los unsre Polonäse, von Blankenese bis hinter Wuppertal“. Und sie zogen durch den ganzen Ort, der Einäugige führte den Zug an und war so doch ein bisschen König der Blinden, vor allem weil er die Macht über das Gummihuhn hatte.

Liebe Gemeinde, was will uns dieses Gleichnis sagen? Geht immer kurz vor Ladenschluss einkaufen, denn dann bekommt ihr Brot und Kuchen billiger und das Joghurt ist auch bereits reduziert. Aber achtet auf das Mindeshaltbarkeitsdatum! Denn wenn der Deckel sich schon wölbt ist dies ein großes Übel und ihr bekommt Flitzekacke davon. So und nun verpfeift euch ihr Spassemaken, der Onkel hat noch was anderes zu tun.

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2 Gedanken zu “Das Gleichnis vom Einäugigen und den Blinden

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