Gehört: (L)Esostunde

Hach ja, die (L)Esostunde, eine Matinee der guten Laune und des unterhaltsamen Geplauders. Die beiden Protzagotz äääh, Protagonisten dieser Soiree sind die bekannten Blogger Claudia und Cornelius Courts (Cloudpharming und blooD’N’Acid).

Cornelius Courts, halbierter äääh habilitierter forensischer Biologe, und seine Frau Claudia, angehende Pharmazeutin, lesen in jeder Ausgabe dieses Podcasts in der Regel aus einem esoterischen Buch (es gab aber auch schon Foppeldolgen, ääh Doppelfolgen mit zwei Büchern, etwa Ickes „Das größte Geheimnis“ Bd. 1 und 2, wobei der zweite Band doch eigentlich „Das noch größere Geheimnis“ hätte heißen müssen. Ein Mirakel…) und haben ihren Spaß dabei. Dabei gibt es viel Freestyle, Ab- und Ausschweifungen und diverse Musikeinspielungen.

Die beiden charakterisieren ihren Podcast so:

Was das hier ist:
Das hier ist, was dabei herauskommt, wenn zwei Leute, die auf Wissenschaft, Evidenz, Sarkasmus und Death fucking Metal (Fachbegriff) stehen, sich dabei aufnehmen, wie sie sich dabei amüsieren, sich gegenseitig aus esoterischer Trash-Lektüre vorzulesen, dabei rumblödeln, abschweifen (schlechte) Witze reißen und sich daneben benehmen. Sie haben dabei zwar weder Plan noch Ahnung, in welche Richtung sich das entwickelt, dafür erheblich Spaß inne Backen.

Was das hier nicht ist:
Das hier ist kein Podcast zu einem der Blogs der beiden Protagonisten. Es hat keinen pädagogischen Wert, bedarf keiner Recherche (dazu haben wir weder Zeit noch Bock), soll keine abgewogene, ernsthafte Diskussion sein und erhebt erst recht keinen Anspruch auf Anspruch. Wer ausgerechnet hier modernes, glattpoliertes Infotainment oder gar seriösen Wissenschaftsjournalismus erwartet, befindet sich auf dem Holzweg, ist schief gewickelt, hat den Schuß nicht gehört, einen Ratsch am Kappes und zieht sich sehr wahrscheinlich die Hosen mit der Kneifzange an 🙂

Meine persönliche Lieblingsfolge ist ja der Besuch auf der Eso-Messe, bei dem die beiden auch einige etwas bizarre Interviews führen. Ich persönlich hätte ja vor der Stimmschabrackin Angst gehabt, aber die beiden waren da tapferer.

Tapfer sind die beiden auch beim ertragen des größtmöglichen esoterischen Bullshits. „Urin! Ein ganz besonderer Saft“ ist da eines der harmloseren Bücher. Es folgen „Quanten-Bewusstheit“, „Hände weg von diesem Buch!“, „Matrix Energetics“ oder eine unverlangte Einsendung von christlichen Traktaten. Besondere Highlights sind die (L)Esostunde von „Der Schwingpendel“, ein Live-Mitschnitt von der Verleihung des goldenen Aluhutes in Berlin und die Lesung des Stoll-Buches „Hochtechnologie im Dritten Reich“.

Ich persönlich bin ja auch ein Fan von den „Deine Mutter“-Witzen der beiden und den Lachflashs von Claudia. Bei einem dieser Lachflashs musste ich so mitlachen, dass mir der Kaffee aus der Nase kam, aber das nur am Rande.

Während der Lesungen werden auch thematisch passende Musikstücke eingespielt, oft von Mike Krüger, was den gelesenen Werken voll gerecht wird. Ich persönlich hätte ja auch gerne was von Insterburg und Co., aber dat kennen ja die jungen Leute heutzutaje nich mehr.

Auch schön sind die immer wieder mal eingestreuten Limericks und Gedichte auf die Hörerschaft, sehr erheiternd (Nur meinen haben sie vergessen *schmoll*)

Ach ja, abgeschlossen wird jede Folge von einem ausgewählten Stück toten Metalles, also Death Metal, das hilft, die während des Lesens bzw. Hörens aufgebauten Aggressionen wieder abzubauen. Nachdem die (L)Esostunde ja aus Köln kommt würde ich mal als Abschlussmusik den guten Zeltinger (Mönch von Köln) empfehlen.

Also, was wartet ihr noch? Hören! Hören! Hören!

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Ein Gedanke zu “Gehört: (L)Esostunde

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