The Devil’s Footprints – Die Fußabdrücke des Teufels

Devon ist mit seinen über 6.700 km² eine der größten Grafschaften Englands und bietet eine abwechslungsreiche Landschaft. Während im Norden und Süden das Meer die natürliche Grenze bildet, stößt Devon im Westen an Cornwall, im Nordosten an Somerset und im Südosten an Dorset.

So finden sich an den Küsten malerische Fischerdörfer und Seefahrerstädte, wie zum Beispiel Plymouth, von wo aus über Jahrhunderte Forscher und Krieger zu ihren Reisen aufbrachen. Im Binnenland andererseits befindet sich mit dem Nationalpark Dartmoor eine karge und wilde, mit ihren Zeugnissen früherer Kulturen teilweise mystisch anmutende Landschaft.

Und hier in Devon, genauer gesagt an der Kanalküste Devons, begab sich im Februar 1855 eine mysteriöse Begebenheit, die die Einwohner des Küstenstreifens zwischen Exmouth und Teignmouth im Schlaf überraschte und als The Devil’s Footprints in die Annalen einging.

Schon im Januar 1855 hatte es stark geschneit und dies setzte sich auch in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar fort. Und in eben jenem frischen Schnee fanden die ersten Frühaufsteher auch etwas seltsames, als sie aus den Fenstern blickten. Und zwar eine Spur von anscheinend gespaltenen Hufabdrücken, die sich schnurgerade von Exmouth landeinwärts bis Topsham abzeichneten. In Topsham überquerten die Abdrücke den Fluss Exe und führten daraufhin über Dawlish bis Teignmouth, insgesamt eine Strecke von knapp 100 Meilen, was knapp 161 Kilometern entspricht. Auch bei Totnes und Torquay, also weiter südlicher, fanden sich die Spuren, in denen nur wenige, notwendige Richtungsänderungen festzustellen waren.

Die Abdrücke ließen sich augenscheinlich auch nicht von Hindernissen wie Gartenpforten, Mauern oder Häusern aufhalten. In einem Fall ging die Spur bis wenige Zentimeter vor eine Gartenpforte und setzte sich dahinter wieder fort, so dass es schien, als wäre sie durch die Tür hindurch gegangen. Auch in einem Abflussrohr mit nur etwa zehn Zentimeter Durchmesser fand man diese Spuren.

Die Spuren selbst hatten eine Breite von 1,5 bis 2,5 Inch (3,8-6,3cm) und der Abstand dazwischen war eine recht regelmäßige Distanz von 8 Inch (20,3cm) und erinnerten an die Spuren eines Esels.

Die Illustrated London News berichteten am 24. Februar 1855 wie folgt über das Phänomen: Die am Freitagmorgen im (zu diesem Zeitpunkt recht dünnen) Schnee entdeckten Spuren trugen alle Merkmale eines Eselshufes – eine Länge von 4 Inch und eine Breite von 2 Inch. Doch statt der bei diesem (und anderen) Tieren übliche Fortbewegung war hier offenbar in gerader Linie ein Fuß vor den anderen gesetzt worden. Der Abstand zwischen den Tritten betrug 8 Inch oder eher mehr – wobei die Spuren in sämtlichen Gemeinden genau dieselbe Größe und Schrittweite aufwiesen!

Der geheimnisvolle Besucher durchschritt oder überquerte einen Garten oder Hofraum in der Regel nur einmal, besuchte dafür aber in vielen Teilen der verschiedenen Städte sämtliche Häuser […] sowie ringsum verstreute Gehöft. In manchen Fällen führte seine regelmäßige, stets den gleichen Schrittabstand einhaltende Spur über Hausdächer, Heuschober und sehr ansehnliche Mauern […] hinweg, als hätten diese nicht das geringste Hindernis gebildet, wobei weder hüben noch drüben der Schnee zertrampelt war. Gärten mit hohen Zäunen und Mauern oder versperrten Pforten wurden ebenso heimgesucht wie offene, uneingefriedete Besitzungen.

Überschlägt man, welche Strecke zu bewältigen waren, um diese Spuren zu hinterlassen, die sich so gut wie jedem Garten, auf Türstufen, in den ausgedehnten Wäldern von Luscombe, auf dem Gemeindeland, auf eingehegten Grundstücken und Gehöften fanden, so muss der insgesamt zurückgelegte Weg wohl über hundert Meilen betragen haben.

Es ist sehr einfach, über diese Erscheinung zu lachen und leichtfertig zu urteilen, doch in Wirklichkeit konnte bis jetzt noch keine befriedigende Erklärung gefunden werden. Kein Tier hätte einen so ausgedehnten Bereich in einer einzigen Nacht durchstreifen und noch dazu eine zwei Meilen breite Flussmündung überqueren können […] (1)

Sogar in Australien wurde über dieses Phänomen berichtet, allerdings etwas unaufgeregter: Es scheint, dass am letzten Donnerstagabend es in der Umgebung von Exeter und dem südlichen Devon starken Schneefall gegeben hat. Am folgenden Morgen entdeckten die überraschten Bewohner der genannten Städte, Fußspuren von einem seltsamen und geheimnisvollen Tier, ausgestattet mit der Macht der Allgegenwart, wie die Spuren waren, die in allen Arten und an unerklärlichen Orten – auf den Giebeln der Häuser, an schmalen Wänden, in Gärten und Höfen, von hohen Mauern und Geländern und offenen Feldern auftauchten. (2)

Natürlich trug die ganze Angelegenheit auch einige hysterische Züge. Henrietta Fusdon, Pfarrerstochter zu Dawlish, erinnerte sich wie folgt an den Vorfall: Die Fußspuren tauchten über Nacht auf. Wie mir mein Vater erzählte, der hier damals als Pfarrer wirkte, kamen gleich am nächsten Morgen Hilfspfarrer, Kirchenvorsteher und Gemeindemitglieder zu ihm, um seine Ansicht über die in ganz Dawlish beobachteten Abdrücke zu erfahren. Diese verliefen in gerader Linie und zeigten die Form eines kleinen Hufes, in dessen Rundung sich jedoch Klauen ausgeprägt fanden. Namentlich eine Fährte, die vom Pfarrhaus geradewegs zur Sakristeitür führte, erregte Aufmerksamkeit. In anderen Fällen lief die Spur geradewegs zu einer Mauer ohne Durchlass zu und setzte sich auf der anderen Seite fort. Vielfach fanden sie sich auch auf Hausdächern, und zwar in allen Vierteln von Dawlish […] Ich entsinne mich noch ganz deutlich dieser Fußspuren und meiner kindlichen Angst vor der unbekannten wilden Bestie, die wohl draußen herumstreichen musste, da sich die Dienstboten nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr hinauswagten, um das Hoftor zu schließen. (1)

Der Pfarrer von Clyst St. George, Reverend H. T. Ellacombe, berichtete sogar, drei Tage später Exkremente entlang der Spuren gefunden zu haben: Kaum ein Acker, Obstgarten oder Garten, wo sie nicht – durchwegs in einer einzigen Linie – bis unter die Hecken führten, und auf einem Feld in meiner Nachbarschaft stießen wir auf Exkremente – viele länglich-ovale Klümpchen von weißlicher Farbe, von der Größe und Form einer großen Traubenbeere. (1)

Die renommierte Times berichtete einige Wochen später: Das Interesse an der Angelegenheit hat kaum nachgelassen. Immer noch werden zahlreiche Untersuchungen über den Ursprung der Abdrücke angestellt, die am Morgen des 8. Februar für große Aufregung gesorgt hatten. Wir können festhalten, daß in Dawlish eine ganze Reihe von Leuten mit Gewehren und anderweitig bewaffnet auszog, um, soweit möglich, das Tier zu finden und zu töten, das mit so großem Eifer die Fußabdrücke hinterlassen haben soll. Wie zu vermuten war, kehrte der Suchtrupp unverrichteter Dinge zurück […] Die ganze Angelegenheit ist geheimnisvoll wie eh und je. (3)

Dadurch, dass die Spuren aussahen, wie ein einzelner Huf, wurden sie im Volksmund bald „The Devil‘s Footprints“ genannt, die Fußspuren des Teufels. Die Londoner Times vom 16. Februar 1855 schreibt hierzu unter der Überschrift „Außergewöhnliche Vorfälle“: Starke Emotionen riefen in den Städten Topsham, Lympstone, Exmouth, Teignmouth und Dawlish im Süden von Devon die Entdeckung einer Vielzahl von Fußspuren hervor, deren Beschreibung sehr seltsam und geheimnisvoll ist. Die Abergläubischen gehen so weit zu glauben, dass es die Spuren von Satan höchst selbst sind. Dass große Aufregung unter allen Schichten herrschte zeigt auch die Tatsache, dass das Thema selbst von der Kanzel herab diskutiert wurde. (4)

Natürlich schossen die wildesten Theorien ins Kraut, woher die Spuren stammen könnten, von Wetterballonen, die zu tief flogen, Mäuse, die durch den Schnee hüpften, Dachse, Hunde, Katzen, Esel, Albatrosse, ein entlaufenes Känguru oder ein Spaßvogel mit Brennschere. Natürlich wurden auch etwas exaltiertere Lösungsansätze gesucht. So wurde – wie bereits angeführt – auch der Teufel für die Spuren verantwortlich gemacht, genauso wie verschiedene andere kryptozoologische „Kreaturen“.

So sollen in den 1950er Jahren zwei Kadaver eines unbekannten Tieres am Strand der Canvey-Inseln angeschwemmt worden seien, bei denen es sich um Meeresbewohner handelt, das aber auch aufrecht über das Festland ‚laufen‘ konnte. Das Tier geriet im Laufe der Zeit schnell wieder in Vergessenheit. Doch am 11. August 1954 entdeckte Reverend Joseph Overs nahe der ersten Fundstelle ein identisches Tier, das scheinbar von der Flut angeschwemmt wurde. Auch dieser Kadaver wurde untersucht. Er wog ca. 25 Pfund, war fast doppelt so groß wie das erste Exemplar, hatte eine Hautfarbe, die an ein Schwein erinnerte, zeigte Kiemen und scharfe Zähne sowie zwei sehr große Augen. Doch besonders interessant waren die zwei kleinen Beine, denn diese endeten in hufeisenförmigen Füßen. (3) Leider ist in der wissenschaftlichen Literatur kein derartiger Fall bekannt, er wird nur auf den einschlägigen Web-Sides diskutiert.

Mike Dash, der langjährige Herausgeber der „Fortean Times“ beschäftigte sich intensiv mit diesem Phänomen und fand unter anderem heraus, dass es in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 1855 eine Wetteranomalie gab. So herrschte bis Mitternacht starker, fast stürmischer Schneefall, dann stiegen die Temperaturen aber an und es begann zu regnen. Zum Morgen hin fiel das Thermometer wieder und bei Tagesanbruch gab es wieder Frost. Diese war sicher auch der Grund, warum die Spuren so aussahen, als wäre der Schnee in ihnen weggeschmolzen und nicht wie bei normalen Spuren „zusammengedrückt“. Auch dürfte dies darauf hinweisen, dass die Spuren zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen entstanden sind, da sie ja sonst vom Schnee wieder zugedeckt worden wären. Der Wechsel aus Regen, Tauen und Frost dürfte die Spuren auch bis zu einem gewissen Grad verfälscht haben.

Auch verglich Mike Dash die verschiedenen in den Originalquellen angegeben Angaben zu Größe und Abstand der Abdrücke. Hier zeigte sich, dass es teilweise erhebliche Abweichungen gab und Dash folgerte daraus, dass es sich um verschiedene und nicht um eine einzige Spur handelte.

Interessant ist, dass es sich hierbei nicht um das erste Phänomen dieser Art handelte. Bereits am 14. März 1840 berichte die „Times“ aus Schottland: Unter den hohen Bergen dieses erhabenen Bezirks, in dem Glenorchy, Glenlyon und Glenorchy liegen, wurden in diesem – und auch in vorherigen – Wintern mehrmals die Spuren eines in Schottland anscheinend unbekannten Tieres gefunden. Die Abdrücke ähneln denen eines Fohlens von erheblicher Größe, mit dem Unterschied, dass die Sohle anders gerundet zu sein scheint. Bisher hatte noch niemand das Glück gehabt, diese Kreatur zu sehen, deswegen kann nichts weiter zu seinem Aussehen oder seiner Größe gesagt werden. Es wurde allerdings bemerkt, dass die Abdrücke recht tief in dem Schnee eingesunken waren, so muss es ein Tier von beträchtlichem Gewicht sein. Auch läuft es nicht wie die Allgemeinheit der Vierbeiner, sondern es sieht so aus, als würde es gemächlich wie ein Hase hoppeln, wenn er nicht ängstlich ist oder verfolgt wird. Die Spuren fanden sich in einem Umkreis von 12 Meilen. (5)

Weiterhin schreibt Sir James Clark Ross von der Royal Navy im Bericht seiner Antarktisexpedition der Jahre 1839 bis 1843 über Entdeckungen, die ein Vermessungstrupp auf den Kerguelen-Inseln machte, als er in der Baie de l’Oiseau an Land ging: Von Landtieren sahen wir keine; und die einzigen Spuren, die wir entdecken konnten, waren einzelne Spuren von einem Pony oder Esel. Entdeckt wurden sie von einem Vermessungstrupp unter dem Kommando von Lieutnant Bird und wurden von Dr. Robertson als drei Zoll lang und zweieinhalb in der Breite, die eine tiefe Furche an den Seiten aufweist. Es ist keineswegs unwahrscheinlich, dass das Tier von einem havarierten Schiff an Land geworfen wurde. Sie verfolgten die Spuren eine Strecke lang durch den kurz zuvor gefallenen Schnee, verloren sie aber auf felsigen Untergrund, der frei von Schnee war. (6)

In der Ausgabe der Illustrated London News vom 17. März 1855 wurde ein mit „C. C. C.“ gezeichneter Leserbrief aus Heidelberg abgedruckt, der auf die Vorkommnisse in Devon Bezug nimmt und ausführt, dass in einem „kleinen Dorf in Galizien“ ähnliche Phänomene zu sehen sind und das jährlich. Als Quelle wurde ein „angesehener polnischer Doktor der Medizin“ genannt, der die dortigen Spuren im Schnee selbst gesehen haben will.

Was allerdings nun wirklich diese Spuren verursacht hat, wird sich nie befriedigend klären lassen. Dass es sich dabei um Spuren des Teufels handelt, das kann man allerdings ausschließen, müsste er dafür doch erst einmal existieren.

Meine persönliche Lieblingserklärung wird in der deutschsprachigen Wikipedia wie folgt zusammengefasst: Waldmäuse könnten wegen der ungewöhnlich kalten Witterung auf Nahrungssuche in Gehöfte und Siedlungen vorgedrungen sein. Auf Schnee bewegten sie sich springend, erzeugten eine geradeaus weisende Linie und hinterließen dabei an Hufabdrücke erinnernde Spuren im Schnee. Der Abstand sei nahezu gleich, das Muster des Abdrucks variiere indessen geringfügig und könne durchaus den Eindruck eines vorne offenen Hufes aufweisen. Dass manch beobachtete Spuren abrupt aufhörten, könne am Zugriff von Raubvögeln wie etwa Eulen liegen, deren Beute die im Schnee leicht erkennbaren Mäuse wurden. Als versierte Kletterer kämen die Nagetiere über Mauern und Dächer hinweg und wären fähig, durch Rohre, Ritzen und kleine Öffnungen zu gelangen. (7)

Wäre das nicht putzig? Eine kleine Mäusearmee in Reihe hintereinander, die durch’s ländliche Devon zieht? Mir würde es gefallen.

(1) http://www.freenet.de/nachrichten/wissenschaft/die-nacht-des-teufels_726384_4702462.html

(2) https://en.wikipedia.org/wiki/Devil’{}s_Footprints?oldid=701080052

(3) http://private.freepage.de/cgi-bin/feets/freepage_ext/339483x434877d/rewrite/groomlake/devon.html

(4) http://zeitpunkte.eu/2015/08/die-fussspuren-des-teufels/

(5) https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Devil%27s_Footprints&oldid=701080052

(6) Ross, James Clark: A Voyage of Discovery and Research in the Southern and Antarctic Regions, during the Years 1839-43. London, 1847. S. 87.

(7) https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Fu%C3%9Fspuren_des_Teufels&oldid=147345197

Alle Seiten abgerufen am 25.01.2016.

Der Hexenbischof von Bamberg – Fürstbischof Johann Gottfried I. von Aschhausen

Johann Gottfried wurde im Dorf Aschhausen am 12. August 1575 als sechstes von neun Kindern des wahrscheinlich protestantischen würzburgischen Amtmannes von Lauda, Gottfried, und seiner Frau Brigitta Zobel von Giebelstadt geboren.

Aschhausen_Johann_Gottfried_1Er immatrikulierte 1590 an der Universität Würzburg und schloß dort mit einem Magistergrad ab. Danach begann Johann Gottfried mit juristischen Studien an der Universität Pont-á-Mousson (Lothringen), ging dann aber nach Mainz, um Theologie zu studieren. In den Jahren 1593 und 1596 erhielt er das Würzburger bzw. das Bamberger Domkanonikat seines Bruders, der in den Laienstand zurückgetreten war. Am 22. Dezember 1601 wurde Aschhausen in Bamberg zum Priester geweiht, und am Neujahrstag 1602 feierte er dort in der Franziskanerkirche seine Primiz. Nur acht Jahre später wurde er als Nachfolger des am 26. Juni 1609 gestorbenen Johann Philipp von Gebsattel durch Bischof Wolfgang II. von Regensburg unter Assistenz der Weihbischöfe von Würzburg, Regensburg und Eichstätt zum Bischof geweiht; gewählt worden war er allerdings schon am 21. Juli 1609. Am 19. April 1610 wählte das Würzburger Domkapitel ihn zum Dompropst. Im gleichen Jahre wurde Aschhausen zum Propst von Komburg und 1611 zum Propst des Stiftes Haug in Würzburg gewählt.

Der neue Fürstbischof war schon im Bamberger Domkapitel ein strikt konservativer Vertreter der „altkirchlichen“ Fraktion und sowohl der Bischof von Würzburg, Julius Echter von Mespelbrunn, als auch Herzog Maximilian I. von Bayern nahmen massiv Einfluß auf die Wahl, um Aschhausen auf den Bischofsstuhl zu bringen. Schon vor seiner Wahl ernannte er Friedrich Förner zu seinem Generalvikar. Reichspolitisch stand Johann Gottfried auf Seiten der Liga, in der sich die katholischen Landesherren zusammenschloßen. Allgemein war der Bamberger Fürstbischof im Reich gut angesehen. Kaiser Rudolf II. beauftragte ihn mit seiner Vertretung auf dem Nürnberger Kurfürstentag und für Kaiser Matthias sollte er als sein Gesandter in Rom Verhandlungen mit dem apostolischen Stuhl führen und auch später holte sich der Kaiser bei ihm Rat.

Nachdem am 13. September 1617 Julius Echter von Würzburg verschieden war, wurde Aschhausen auch zum Würzburger Bischof geweiht. Alle altkatholischen Stände, voran das Herzogtum Bayern, der Nuntius und bekannte Angehörige der Gesellschaft Jesu begrüßten seine Wahl. Nachdem Papst Paul V. die Regierung der beiden Bistümer durch einen Bischof erlaubte, erhielt Aschhausen seine formelle päpstliche Konfirmation als Bischof von Würzburg. Dies war das erste mal, daß die beiden Bistümer vereinigt waren.

Am 23. Mai 1618 begann mit dem Prager Fenstersturz der Dreißigjährige Krieg und als anfangs 1619 auch in Franken die Trommeln immer lauter schlugen und für die Union angeworbene Söldnertruppen durch das Hochstift Bamberg zogen, erließ Aschhausen in beiden Bistümern Verteidigungsmaßnahmen. Ebenfalls 1619 starb Kaiser Matthias und sein Nachfolger Ferdinand II., ein Johann Gottfried geistig Verwandter Jesuitenzögling, weilte nur wenige Tage nach seiner Krönung in Würzburg.

Während seiner Regierungszeit ließ der „Doppel-Bischof“ für das Hochstift Bamberg ein sogenanntes Landbuch mit einer genauen Beschreibung seiner Ämter anlegen. Für Würzburg erließ er eine noch von Julius Echter vorbereitete Gerichts- und Administrationsordnung. Während Johann Philipp von Gebsattel in Bamberg eine absolut weltliche Hofhaltung hatte und sich mit Maitressen, fünf Söhnen und zwei Töchtern (!) umgab, nahm das Leben am Bamberger Hof unter Aschhausen fast klösterliche Formen an und wenn es seine Amtsgeschäfte zuließen betete er zusammen mit seinem Hofgesinde täglich die Lauretanische Litanei. Zusammen mit seinem Generalvikar Förner, den er am 3. September 1612 zu seinem Weihbischof machte, wechselte er fast alle leitenden Männer aus. Mit zahlreichen Reformen holte er das Hochstift Bamberg aus seiner von Gebsattel hinterlassenen Finanzmisere.

Aber nicht nur die Verwaltung reformierte er, auch für einzelne Stifte wurden von ihm Reformstatuten erlassen. Und auch das viel gelesene Werk des spanischen Jesuiten Francisco Arias De la presencia de Dios übersetzte er ins Deutsche, und es erschien 1605 unter dem Titel Vergiß nit Gott. Das ist: Kurtzer bericht, wie ein frommer Christ Gott allzeit mög gegenwertig anschawen. Durch den Ehrwürdigen P. Franciscum Arias, der Societet Jesu Priestern, in Spanischer Sprach berschriben vnd jetzt in die Hochteutsche vbersetzt. Aschhausen war mehr ein Mann der Innerlichkeit, und das Theatrum Europaeum zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges war eigentlich nicht seine Welt. Deshalb ist es durchaus glaubhaft, wenn der Regensburger Domprediger Johann Saller in seiner Trauerrede berichtet, daß Aschhausen sich mehrfach mit Resignationsabsichten getragen habe.

Am 29. Dezember verstarb der erst 47jährige früh um zwei Uhr, nachdem er noch am 24. November mit Kaiser Ferdinand II. zusammentraf und am 12. Dezember eine Wallfahrt zum Gnadenbild Maria in der Hoffnung auf dem Bogenberg an der Donau in der Nähe von Straubing machte. In der Heiligen Nacht des Jahres 1622 las der seit langer Zeit lungenkranke Bischof, vom Fieber geschwächt, seine letzte Messe.

In seinem Testamentsentwurf vom 10. November 1621 bedachte er zahlreich Stifte und Klöster der verschiedensten Observanzen in beiden Bistümern mit Legaten. Der Fürstbischof wurde in einer Krypta unter dem Ostchor im Bamberger Dom bestattet.

Aschhausen war aber auch einer der erbittertsten Verfolger der „Hexen“ in seinen Hochstiften und setzte hier auch die Folter ein, allerdings ist zu erwähnen, daß der Jeuitenpater Friedrich von Spee, der ja ein Gegner der Inquisiton und der Folter war, sich nur positiv über den Fürstbischof äußerte.

Kaiser Ferdinand II. wünschte, daß die Hochstifte Würzburg und Bamberg auch weiterhin in Personalunion geführt wurden. Dazu waren die beiden Domkapitel allerdings nicht bereit, und so wurde am 6. Februar 1623 der Domdekan Philipp Adolph von Ehrenberg zum Würzburger Bischof gewählt, und in Bamberg trat am 13. Februar 1623 der Domdekan Johann Georg II., Fuchs von Dornheim die Nachfolge Johann Gottfried von Aschhausens an.

Der Hexenbrenner von Bamberg – Friedrich Förner, Weihbischof

Friedrich Förner wurde im Jahre 1568 im kleinen Städtchen Weismain im heutigen Landkreis Lichtenfels, geboren. Förners Vater Ambrosius war Protestant, trat aber schon vor der Geburt Friedrichs wieder zum katholischen Glauben über. Der spätere Weihbischof von Bamberg hatte sieben Geschwister, vier Knaben, von denen drei eine theologische Laufbahn begannen, und drei Mädchen.

Förner trat am 21. Juni 1588 in die „Hohe Schule“ in Würzburg ein und bestand die Prüfungen zur Erlangung eines Magistergrades der Philosophie. Danach studierte er Jurisprudenz, wechselte aber bald zur Theologie. Während seiner Studienzeit hatte er schon Kontakt zum Bamberger Fürstbischof Neithard von Thüngen.

In Bamberg absolvierte Förner eine zweijährige Ausbildung am Seminarum Ernestinum, dem bischöflichen Priesterseminar. Im Jahre 1592 erhielt er die vier niederen Weihen, 1593 die Subdiakonatsweihe und nur ein Vierteljahr später die Weihe zum Diakon.

Am 9. Dezember 1593 erfolgte Förners offizielle Aufnahme am Collegium Germanicum in Rom, wo er fünf Jahre lang bleiben sollte. Schon in Deutschland zeigte er ein großes Talent zum Predigen, und dies brachte ihn in Rom auf den Posten des Predigers für die päpstliche Schweizergarde. 1596 wurde der Franke zum Priester geweiht und am 2. September des nächsten Jahres beendete er seine Studien mit einer öffentlichen Abschlußdisputation. Der frischgebackene Priester ging aber nicht gleich zurück nach Bamberg, sondern immatrikulierte sich an der Universität in Perugia, um den Grad eines Doktors der Theologie zu erlangen.

1598 traf Förner wieder in Bamberg ein und wurde von Bischof von Thüngen mit offenen Armen empfangen. Er stieg in den Kreis der Berater des Bischofs auf. Allerdings starb sein Gönner schon ein halbes Jahr später und mit seinem Nachfolger Johan Philip von Gebsattel kam ein Mann an die Spitze des Hochstiftes Bamberg, der mehr als säkularer Landesherr anzusehen ist als römisch-katholischer Bischof. Während der Regierungszeit von Gebsattels war Förner der Kopf einer Gruppe, die den tridentinischen Reformgeist am Leben erhalten wollte.

Am 18. September 1599 wurde er Pfarrverweser der Pfarrei Unserer Lieben Frau in Bamberg und im Dezember 1603 zum Domprediger ernannt. Trotz aller Befähigung und allen Engagements wurde nach dem Tod des bisherigen Weihbischofs Johann Ertlin sein Konkurent Johann Schöner zum Nachfolger ernannt. Daran änderte auch die Einflußnahme des Herzöglichen Hofes zu München und offen ausgetragene Rede- bzw. Schriften-Schlachten nichts, im Gegenteil nach diesen Vorkommnissen wurde Förner streng überwacht.

Aber nach dem Tode von Gebsattels und der Wahl Johann Gottfried von Aschhausens war die Fortführung der Reformen gesichert, denn ebenso wie Friedrich Förner war er Anhänger eines tridentinischen Katholizismuses. Gleich nach seiner Wahl schickte der Bischof Förner zur Kurie nach Rom, um eine Wahlbestätigung und ein Pallium zu erhalten.

Nachdem von Aschhausen den Rücktritt des Weihbischofs Schöner erwirkte, wurde Förner für dieses Amt gewählt. Nach der Bestätigung dieser Wahl und der Ernennung zum Bischof von Hebron am 3. September 1612 durch Papst Paul V. weihte von Aschhausen Förner am 7. Oktober des gleichen Jahres.

Nach dem Tode von Aschhausens wurde Johann Gottfried II. Fuchs von Dornheim sein Nachfolger. Auch er arbeitet intensiv mit dem Weihbischof zusammen.

Neben den Reformbemühungen des Fürstbischofs von Aschhausen und seines Adlatus wurde Bamberg auch zu einem Hauptzentrum der Hexenverfolgung.

Förner war ein Anhänger des Jesuitismus und daraus resultierend auch Hexenfeind: er mußte an den Teufel glauben. Zuerst trat er im „Kampf gegen die Hexen“ als Schriftsteller in Erscheinung. Auf ihn geht höchstwahrscheinlich der Bau des Bamberger Hexen- oder Drudenhauses zurück. Über dieses Haus heißt es in einem Dokument aus dem Jahre 1631: Daß in diesem abscheulichen Haus die der Drudnerei bezichtigten jämmerlich gequält werden … es handle sich um 33 Personen … die unerhörte Speisen, Heringe mit Salz und Pfeffer zu einem Brei gesotten, zu sich nehmen müssen. Item sie mit einem Wannebad mit siedenden Wasser, Salz, Pfeffer und anderen scharfen Mitteln zugerichtet werden, neben den anderen Torturen des Hungers und der Not. Dort kommen sie ohne christlichen Trost ums Leben. (5)
Der Weihbischof wollte gegen nachlässige Magistrate vorgehen und die beschämen, die behaupten würden, daß es keine Hexen gäbe. Er beschuldigte eine Frau, ihre Kuh in einen Fiedelbogen verzaubert zu haben. Es ist ein Zeugnis der Zeit, daß studierte und gebildete Leute so einen Unsinn von sich geben konnten und auch noch von der weltlichen und geistlichen Obrigkeit recht bekamen.

Der Weihbischof berichtete nach Rom über einen Exorzismus, den er selbst durchgeführt hatte: Fuchs von Dornheim schickte Förner nach Kronach, auf die Festung Rosenberg, denn vom dortigen Festungskommandanten hatte er ein dringliches Schreiben erhalten, daß dort ein teufelbessesener Dämon in verschiedenen Gestalten sechs Menschen umgebracht habe. Er ging nun auf die Festung und wurde persönlich der Erscheinung angesichtig. Große feurige Zungen und schreckliche Flammen hätten nach ihm gegriffen und zwar genau zu der Stunde, als er sonst die Messe zu lesen pflegte. Förner sprach nun Gebete und besprengte die glühenden Lohen mit Weihwasser, woraufhin der Dämon verschwand und nie wieder erschien.

Förner war im gesamten Hochstift Bamberg als gottesfürchtiger, caritativer und barmherziger Mann und Priester bekannt, allerdings haben er und sein jeweiliger Fürstbischof in Bamberg über 600 Menschen verbrannt. Der Weihbischof erhielt vom Volk den Beinamen Hexenbischof oder Hexenbrenner.

Am 5. Dezember 1630 starb Friedrich Förner. Sein Vermächtnis hinterlies er vor allem kirchlichen Einrichtungen. Er wurde in der Pfarrkirche St. Martin zu Bamberg beigesetzt, die 1804 abgerissen wurde.

Was geschah mit Cromwells Schädel?

Oliver_Cromwell_by_Robert_WalkerOliver Cromwell ist wohl eine der umstrittensten Gestalten der englischen Geschichte. Während er zu Zeiten des Bürgerkrieges und seiner Zeit als Lord Protector des Commonwealth of England gefürchtet, zu Zeiten der Stuart-Restauration verfehmt und durch den Nationalismus der victorianischen Ära aufgestiegen zum Nationalhelden. Unbestritten gehasst wird Cromwell noch heute in der katholischen Bevölkerung Irlands für seinen Feldzug gegen die Iren und die dabei begangenen Gräuel.

Cromwell wurde am 25. April 1599 in Huntingdon als Sohn eines Landadligen geboren. Über seine Mutter Elizabeth Steward war er peripher mit dem Königshaus der Stuarts verwandt. Er studierte am Sidney Sussex College in Cambridge und wurde 1628 Unterhausabgeordneter für Huntingdon, bis König Charles I. das Parlament 1629 auflöste. Während dieser Charles_I_by_Daniel_Mytensersten kurzen Parlamentsepisode wurde Cromwell auch zum bekennenden Puritaner.

Da Charles I. 1640 die Steuern für einen Krieg gegen Schottland erhöhen wollte, berief er das Parlament wieder zusammen. Auch Oliver Cromwell nahm seinen Sitz als Abgeordneter wieder ein, schloss sich aber der Gruppe an, die als Gegenleistung für die Zustimmung zum neuen Steuermodell politische Freiheiten forderten.

Oliver Cromwell gehörte auch zu den Abgeordneten, die Charles I. am 4. Januar 1642 versuchte im Unterhaus zu verhaften, was der Auslöser des ersten englischen Bürgerkrieges war, in dem Cromwell die New Model Army aufstellte und befehligte. Diese neue und äußerst disziplinierte Armee gewann dann auch den Krieg.

Court-charles-I-sm1648 kam es zu einem zweiten Bürgerkrieg, der wieder von Cromwell und seiner New Model Army gewonnen. Allerdings war den Puritanern klar, dass sich mit zwei Machtblöcken im Land, keine Seite stabile Verhältnisse schaffen konnte. Deshalb wurde Charles I. festgesetzt und vom Parlament (nach etwas Druck durch die Armee) des Hochverrates angeklagt. Der Prozess dauerte nur sieben Tage und am Ende stand das Todesurteil für König Charles I. Ein für die damalige Zeit einmaliger Vorgang und das ganze 140 Jahre vor der Französischen Revolution.

Death_warrant_of_Charles_IUnd so begab es sich, dass König Charles I. aus dem Hause Stuart am 30. Januar 1649 vor dem Banqueting House (ein Teil des Palastes von Whitehall) mit dem Beil enthauptet wurde. Seine Beisetzung erfolgte am 7. Februar 1649 in der St. Georgs-Kapelle von Schloss Windsor neben Heinrich VIII.

after Unknown artist,print,circa 1649Oliver Cromwell wurde kurz danach zum Lord Protektor des Commonwealth of England; ein Amt, das er bis zu seinem Tode am 3. September 1658 inne hatte. Er starb übrigens an der Malaria, die er sich während des Irland-Feldzuges zugezogen hatte, zur Genugtuung von vielen katholischen Iren.

Cromwells Sohn Richard übernahm daraufhin das Amt des Lord Protektors, hatte dabei aber weniger Glück als sein Vater und ging 1659 nach Paris ins Exil, woraufhin 1660 das Parlament Charles II., Sohn des hingerichteten Königs, die Königswürde übertrug.

King_Charles_II_by_John_Michael_Wright_or_studioMit der Restauration des Hauses Stuart beginnt nun auch das Rätsel um Cromwells Schädel.

1661 wurden nämlich die Leichen von Oliver Cromwell, Henry Ireton und John Bradshaw, die in der Westminster Abbey begraben waren, exhumiert und sie wurden postum als Königsmörder angeklagt und symbolisch hingerichtet, allerdings mit Enthauptung und vorherigem Hänge. Die drei abgeschlagenen Köpfe wurden gegenüber der Westminster Hall  zur Abschreckung auf Stangen gesteckt, während die Körper begraben wurden.

Execution_of_Cromwell,_Bradshaw_and_Ireton,_1661Dort blieb der Kopf, der durch die Einbalsamierung noch recht gut erhalten war, bis 1685. Der Erzählung nach soll er von einem Sturm von der Stange gefegt worden sein. Eine Wache soll den Schädel an sich genommen und in seinem Kamin versteckt haben, was der Soldat erst auf dem Sterbebett seiner Familie verraten haben soll. Die Tochter verkaufte den Schädel und seine Spur verliert sich erst einmal.

Oliver_Cromwell's_head,_late_1700sErst 1710 taucht Cromwells Schädel wieder auf, nämlich in einem Kuriositätenkabinett.  Von dort wanderte er durch viele Hände, immer wieder wurde der Schädel verkauft, teilweise an sehr zwielichte Zeitgenossen.

1815 erwarb Josiah Henry Wilkinson den Schädel, der ab da in der Familie blieb. 1930 wurde er wissenschaftlich untersucht und es wurde festgestellt, dass es sich tatsächlich um den Schädel Cromwells handelt.

Seine letzte Reise trat der Schädel 1960 an, als sich Horace Wilkinson an das Sidney Sussex College wandt, wo Cromwell studiert hatte. Dort sollten die Überreste bestattet werden, was auch am 25. März 1960 geschah. Der Schädel wurde in aller Stille an einer nicht bekannten Stelle des Colleges bestattet. Er soll sich übrigens in einer Keksdose aus Zink befunden haben.

Ob es sich tatsächlich um den Schädel von Oliver Cromwell gehandelt hat, ist trotz der Untersuchung des Jahres 1930 nicht sicher, waren es doch zahlreiche Hände, durch die der Schädel gegangen ist. Nachdem das Sidney Sussex College hier keine Auskünfte gibt, wird es auch keine Aufklärung in dieser Sache geben.

Gesehen: Fischblog-Videos

Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich, was die Naturwissenschaften angeht, ein größeres Defizit habe. Das liegt hauptsächlich daran, dass der Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern während meiner Schulzeit ungefähr so spannend war, wie die Verlesung der Anleitung zur Einkommenssteuererklärung 1954. Also wurde der ganze Schotter bei erster Möglichkeit abgewählt.

Irgendwann sah ich dann auf 3Sat die ersten Folgen der Science Busters (kann das so 2009/10 gewesen sein?) und ich lernte, dass Wissenschaft durchaus spannend und unterhaltsam sein kann. Ich fing dann an, im Netz zu stöbern und fand einiges an guten Wissenschafts-Blogs, wie etwa Astrodicticum simplex von Florian Freistetter oder blooD’N’Acid von Cornelius Courts. Ein weiterer Blog, den ich recht bald fand und seitdem auch regelmäßig lese, ist der Fischblog von Lars Fischer.

Lars Fischer ist studierter Chemiker und verdient seine Brötchen als Wissenschaftsjournalist. Die Blogplattform SciLogs, wo auch sein eigener Fischblog zu finden ist, betreut er seit 2008 redaktionell und seit 2010 ist er als Redakteur für spektrumdirekt tätig.

Was mir bei Lars Fischer besonders gefällt ist, dass er neben seinem konventionellen Blog auch ein Vlog betreibt, also einen Video-Blog bei Youtube. Darin erklärt er unter anderem, dass es keinen Weltuntergang durch den LHC des CERN geben wird (Folge 16), welche ekligen Pilze alles in unseren Spülmaschinen hausen (Folge 10) oder alles zu Schildkröten-Killer-Robotern (Folge 2) und der Schneckokalypse (Folge 1). Das letzte Video zum Beispiel beschäftigt sich mit den chemischen Vorgängen in Kerzenflammen. Das ganze läuft unter dem Serientitel „Wir werden alle sterben!“ (Gut, mein Vorschlag wäre gewesen „Denkt denn niemand an die Kinder?“ aber „Wir werden alle sterben!“ ist auch nett 😉 )

Wie Cornelius oder Florian hat auch Lars die Gabe, komplexe Vorgänge verständlich – und unterhaltend – zu erklären und gehört somit auch zu den Menschen, mit denen man gerne mal einen Abend beim Bierchen verbringen möchte, um sich Wissenschaft erklären zu lassen.

Also, was lest ihr hier noch? Klick klick zu Youtube… !