Byzantinische Bürokraten in bayerischen Behörden

Konstantinopel war einst die prächtigste Stadt der Christenheit mit zahlreichen Kirchen, Kathedralen und Palästen. Der byzantinische Kaiser war einer der mächtigsten Männer der Welt und zeigte dies durch einen ausgefeilten Ritus mit zahlreichen Hofeunuchen, einem schwebenden Thron und proskynetischem Zeremoniell.

Aber es gab eine geheime Gruppe, die noch mächtiger und einflussreicher war, als der Kaiser. Eine Gruppe, die im verborgenen agierte, eine Gruppe, die den perfidesten Plan hatte, der jemals in dieser Welt geschmiedet wurde: die Welteroberung durch Bürokratie.

Die byzantinischen Bürokraten setzten ihren Plan in die Tat um und geißelten die Bevölkerung mit unsinnigen Verwaltungsvorschriften, trieben sie in den Wahnsinn durch sich widersprechende Anweisungen und knappste Sprechzeiten bei längsten Wartezeiten.

Sie hatten Erfolg, bald hatten sie ein mächtiges Netzwerk an Bürokraten in vollkommen sinnlosen Behörden aufgebaut, das die Menschen knechtete und drangsalierte. Je mächtiger die Bürokraten wurden, desto selbstbewusster wurden sie. Sie etablierten einen eigenen Kult des geiheiligten Formulars und opferten zu bestimmten Festen im Jahr säumige Steuerzahler.

Einhalt wurde den Bürokraten nur geboten, als am 2. April 1453 Sultan Mehmet II. mit einem 80.000 Mann starken osmanischen Heer vor Konstantinopel erschien und dies belagerte.

Am 29. Mai fiel Konstantinopel, Kaiser Konstantin XI. wurde erschlagen und die Macht der Bürokraten zerbrach. Die Mitglieder dieses perfiden Ordens wurden erschlagen und nur die acht mächtigsten Bürokraten überlebten und flohen aus dem oströmischen Reich.

Sie zogen nordwärts, über Griechenland und dem Balkan, aber überall, wo sie auftauchten, wurden sie verdroschen und vertrieben. So zogen sie immer weiter gen Norden, bis sie in eine kleine, aufstrebende Provinzresidenz namens München kamen. Dort gingen sie sofort in den Untergrund und setzten sich fest. Sie dienten sich dem bayerischen Herzog Albrecht dem Frommen an und bald saßen sie fest im Sattel.

Sie etablierten ihren diabolischen Kult und infiltrierten bald die gesamte bayerische Verwaltung bis ins letzte Bergdorf. In jeder Vollmondnacht sah man sie in ihren langen schwarzen Kutten zu ihren Versammlungsorten huschen und dort dem allmächtigen Formular zu huldigen. Und bald begannen sie auch wieder, zu ihren hohen Feiertagen wie dem Stichtag zur Abgabe der Lohnsteuererklärung, säumige Antragsteller zu opfern.

Über Jahrhunderte wuchs der Kult und war für zahlreiche grausame Taten verantwortlich, wie die Einführung der Milchgarantiemengenabgabe, der Anlage Zinsschranke und des Erhebungsbogens zur Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Egal welcher Krieg und welcher Konflikt das Land auch verheerte, die Bürokraten saßen so fest auf ihrne Positionen, dass sie nichts und niemand vertreiben konnte. Bald zettelten sie sogar selbst Kriege und Revolutionen an, wie 1618 in Prag, 1775 in Amerika, 1789 in Frankreich und 1870 in Frankreich.

Und selbst, aus den beiden Weltkriegen gingen die Bürokraten gestärkt hervor. Sie schafften es, dass Bayern gerade in sieben Verwaltungsbezirke eingeteilt wurde und so kommt es, dass in jedem Bezirk ein Bürokrat sitzt, dessen Blutlinie auf jene acht aus Konstantinopel geflohenen Bürokraten zurück geht. Der achte, der mächtigste von ihnen, ist ihr Oberhaupt und kümmert sich um die Ministerialbürokratie.

Bald hatten sie ihre Macht auch über ganz Deutschland ausgebreitet, aber es gierte ihnen nach mehr Macht und so breiteten sie sich über ganz Europa aus. Und wir, wir sind ihre Gefangenen.

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