Gelesen: Meissonier, Sassette: Die Lichtströmungen des Glühwürmchens

41n78WpoYJLMeissonier, Sassette: Die Lichtströmungen des Glühwürmchens
Books on Demand, 2015, 244 S.ISBN 9783734794230
Taschenbuch 8,99 € / E-Book 3,99 €

Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich Fantasy-Romane nicht so gerne lese. Diejenigen, die ich gelesen habe, kann man an einer Hand abzählen: Die Tolkien-Romane, Die Harry Potter-Reihe und die Dämonen-Reihe von Robert Asprin. (1)

Das vorliegende Buch, eine Sammlung von verschiedenen Kurzgeschichten, hat mich eines besseren belehrt. Die Geschichten haben die beiden jungen Frauen Soelve und Lilly als Heldinnen, die sich verschiedenen Herausforderungen stellen müssen.

Lilly ist ein junger Vampir (wobei noch diskutiert werden müsste, wie der Begriff „jung“ bei Vampiren zu definieren ist) und ihre Gefährtin Soelve ein Mensch, der in jungen Jahren mit speziellen Kräften ausgestattet wurde. So kann sie kurze Strecken fliegen und einen grün leuchtenden Schutzschirm „ausfahren“ um sich und Personen in ihrer Umgebung zu schützen. Ihr großer Gegenspieler ist Anthos, der Vater von Lilly und ein mächtiger Vampir, der gegen die Verbindung der beiden ist und mit allen Mitteln versucht, Lilly wieder in seine Gewalt zu bringen. So werden die Soelves Träume, in denen sie gefährliche Abenteuer bestehen muss, real und sie und Lilly sehen sich gefährlichen Meeresmonstern, Orks oder Nebelspinnen gegenüber, die sie bekämpfen müssen.

Die vorletzte Geschichte ist quasi ein „Gastbeitrag“ einer anderen Autorin und handelt von einem Waldgeist (wenn das der richtige Begriff ist) oder eher Waldhüterin, deren Forst in einer Konfrontation mit den Menschen verloren geht. Auch diese Geschichte ist wunderbar geschrieben und macht Lust auf mehr.

Auch die Geschichten von Soelve und Lilly sind allesamt spannend und packend und man möchte unbedingt wissen, wie sie enden. Auch Fantasy-Muffel wie ich kommen dabei auf ihre Kosten. Ich denke, das liegt daran, dass man den einzelnen Geschichten anmerkt, mit wieviel Liebe und Enthusiasmus die Autorin am schreiben ist.

Was mir besonders gefallen und mich sehr berührt hat, ist die Intensität, mit der die Beziehung zwischen Soelve und Lilly beschrieben wird. Der Leser wird von dieser tiefen Zuneigung direkt mit eingefangen und fühlt dies wohlig warm, was natürlich auch dazu führt, dass es einem am Anfang von „Mysterium vitreasque“ als Leser fast das Herz zerreißt.

Mein persönlicher Favorit ist aber die allerletzte Geschichte, die wirklich wunderschön ist.

Von daher hoffe ich, bald wieder neue Geschichten von Sassette Meissonier lesen zu können und möchte euch das Buch allen ans Herz legen.

Und hier geht’s zur Homepage der Autorin.

(1) Klassische Phantastik- bzw. Schauerromane wie Lovecraft, Howard, Stoker, Hambly etc. lese ich recht gerne, aber ich glaube nicht, dass man diese in den Bereich „Fantasy“ einordnen kann.

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