Respekt für Pflegekräfte!

Ihr habt ja sicherlich schon mitbekommen, dass meine Oma vor einigen Wochen im Krankenhaus verstorben ist, wo sie die letzten zwei Wochen ihres Lebens verbrachte. Hierdurch verbrachte ich naturgemäß wieder einmal viel Zeit in einem Krankenhaus und konnte so einige Beobachtungen machen, die ich in drei Punkten zusammenfassen kann:

An die Pflegekräfte:

Respekt für jeden, der engagiert in der Pflege arbeitet (und nur solche habe ich bisher erlebt). Wenn ich sehe, was von den Menschen dort geleistet wird, wie trotz Personalmangel und dem daraus resultierenden Stress noch menschlich mit den Patienten umgegangen wird. Dass die Patienten eben keine Nummern werden. Ich habe so oft gehört „Ich habe zwar schon seit einer halben Stunde Feierabend, aber ich mache das noch schnell“ Deswegen: Hut ab!

An die Patienten und Angehörigen:

Zeigt den Pflegekräften trotz euren Erkrankungen, Schmerzen und Belastungen eure Wertschätzung. Behandelt sie mit Respekt und nicht wie Dienstboten. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Angehörigen: Habt immer vor Augen, was diese Menschen für eure Lieben tun. Ja, sie haben sich den Beruf selbst ausgesucht und ja, sie werden dafür bezahlt (da komme ich noch dazu), aber darf man sie deswegen schlecht behandeln?

An die Arbeitgeber und Klinikbetreiber:

Bezahlt eure Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter endlich gut. Stellt genügend Personal ein und sorgt für ausreichendes und gutes Arbeitsmaterial. Ihr habt verdammt gute Leute am Start und es ist ein Frevel, diese Kräfte aus Profitstreben zu verheizen. Ihr nutzt momentan das Engagement eurer Leute aus und das ist eine Schweinerei.

 

Die Pflege ist ein Berufsfeld, die die Pflegekräfte nicht nur physisch, sondern auch psychisch an die Belastungsgrenze bringt. Sorgen wir alle dafür, dass die Pflegekräfte den Respekt und die Arbeitsbedingungen bekommen, die ihnen zustehen!

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Ein Gedanke zu “Respekt für Pflegekräfte!

  1. Danke. Ich arbeite zwar jetzt in der IT hab aber fast 10 Jahre in der Pflege gearbeitet. Das jetzt dauernd Überstunden gemacht werden ist natürlich nicht die Regel, aber du spricht genau die Punkte an, warum ich damals froh war einen anderen Job zu bekommen:

    Dienstbote: Für einige, nicht alle, bist du einfach nur der bezahlte Dienstbote. Auch wenn das nur 1 von 10 ist, mit der Zeit fragst du dich schon warum du dir das antust. Dann ist da auch noch die Bezahlung. Als Pflegepersonal bist du 24/7 bei den Patienten. Das Geld für Klassenpatienten und so weiter bekommt aber der Arzt…

    Ich denke mir, der Grund warum man von der Pflege nichts mitbekommt ist, dass es jedenfalls bis vor ein paar Jahren ein Frauenberuf war. Die ersten Jahren Vollzeit ist kein Problem und später dann nach Karenz, Halbtags und Familienstress zu Hause ist das Arbeiten im KH dann eher willkommene Abwechslung. Das ist jedenfalls meine Beobachtung, wenn ich mich mit den Schwestern unterhalten habe die schon mehrere Jahre gearbeitet haben.

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