Warum die Argumentationen der AfD vulgär sind – Teil 3

Hier beschäftigen wir uns weniger mit den Argumentationen der AfD, sondern wie sie mit ihren Themen umgeht.

Die AfD geriert sich ja gerne als „Partei des kleinen Mannes“ oder wahre Volkspartei, also Partei für’s Volk. Ihr Hauptthemen hierfür sind die Migrations- und Asylpolitik sowie der Islam.

In der Steuerpolitik vertritt sie Positionen, die jedem Neoliberalen Freudentränchen in die Augen treibt. Abschaffung der Erbschaftssteuer, Senkung des Höchssteuersatzes oder Abschaffung der gesetzlichen Unfallversicherung sind hier nur drei Punkte, die zu nennen wären.

Sprich, die AfD hievt sich auf dem Rücken der „kleinen Leute“ in die Parlamente, um dort Politik gegen ihre Wählerschaft zu machen. Denn die Forderung, die gesetzliche Unfallversicherung abzuschaffen und die Arbeitnehmer zu einer eigenen Versicherung zu zwingen, bedeutet de facto eine Lohnkürzung.

Dass die AfD außerdem noch ein erzkonservatives und anti-feministisches Weltbild verwirklichen möchte, ist zwar ebenso verwerflich (ich möchte nicht mehr in den 1950er Jahren leben), zählt hier an dieser Stelle aber nicht mit rein, würde dies doch beim bekannt werden von zahlreichen AfD-Sympathisanten mit getragen.

Das Problem ist nur, dass unter dem ganzen Flüchtlings- und Anti-Islam-Geplärre, das die AfD-Oberen veranstalten, die Sachthemen unter gehen. Fragen Sie auf einer AfD-Demo doch mal herum, was die Mitläufer von den realpolitischen Themen der Partei wissen.

Beitragsbild: http://www.jenapolis.de/2016/02/20/gruene-kritisieren-einsatz-der-polizei-in-clausnitz/

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