Endless Summer

Die Hitze wabert über den voll stehenden Weizenfelder. Kein Lüftchen bewegt die Ähren, deren fast schon blendend-goldne Farbe erst am Horizont in sattgrünen Weizen übergehen. Roter Mohn und blaue Kornblumen unterbrechen hie und da das Gold. Der Himmel glänzt in chagallnem Blau ohne eine einzige Wolke darin. Unbarmherzig brennt die hoch stehende Sonne auf die Landschaft. Auf dem Bauernhof mit seinen langgezogenen Wellblechställen ist kein Mensch zu sehen, wie ausgestorben liegt das Gehöft in der Hitze.

Die Straße schlängelt sich in leichten Kurven durch die üppigen Felder ohne irgendwelchen Schatten. Das kleine Dorf liegt ebenfalls menschleer in der Mittagssonne. Die Menschen verkriechen sich in ihren Häusern hinter den Jalousien und Fensterläden und warten nur auf den Abend, an dem sie wieder hinaus können, hinaus in die kühle der hereinbrechenden Nacht. Nächte, in denen an Seeufern und Flussläufen Lagerfeuer entzündet werden, wo fröhliche Menschen ihr Leben genießen, ihre Liebe, ihr absolutes Glück. Nächte, in denen gesungen, getanzt, geliebt und gelacht wird.

Es ist einer jener Tage der endlosen Sommer; verheißungsvolle Tage, verlockende Tage.

Die Straße windet sich noch immer, hier an einem kleinen, trägen Bachlauf entlang. Wo führt die Straße hin?

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