Sassette Meissonier – Die Nacht der AEtheria – Und als Dreingabe ein kleiner Rant

„Die Lichtströmungen des Glühwürmchens“ hieß das erste Buch der Kölner Autorin Sassette Meissonier. Hierbei handelte es sich um eine Sammlung von wunderbaren Fantasy-Kurzgeschichten. Nun macht die Autorin wieder von sich reden, schreibt sie ihren ersten Roman „Die Nacht der AEtheria“ doch quasi mit Publikumsbeteiligung.

Das funktioniert so: die Autorin veröffentlicht einen Abschnitt des jeweiligen Kapitels auf der Blogseite „Project 1o1“ und die Leserinnen und Leser können Vorschläge zum weiteren Handlungsablauf geben. So wird die Geschichte von Woche zu Woche weitergesponnen und nimmt eine ganz besondere Dynamik auf.

Auf ihrem Youtube-Kanal liest die Autorin parallel die jeweiligen Abschnitte auch vor, wobei auch hier die Möglichkeit besteht, Vorschläge selbst mit einzubringen.

Auch dieses Projekt zeigt wieder, wie innovativ und kreativ unsere Nachwuchsautorinnen und –autoren sind. Schade, dass die deutschen Verlage ihnen aber keine Chance geben. Lieber wird auf Nummer sicher gegangen, der drölfhundertste ausgelutschte Heimatkrimi auf den Markt geworfen oder die tausendste Schmalz-Schmonzette. Hauptsache, der Verkauf ist sicher und man geht kein Risiko ein.

Verleger wie Rowohlt, Unseld oder Haffmanns, für die die Förderung unbekannter, junger Autoren selbstverständlich war und der wirtschaftliche Erfolg nur zweitrangig war, gibt es leider nicht mehr. Heute regieren in den Verlagen die Bürokraten, denen die literarische Qualität vollkommen egal ist, Hauptsache die Einnahmen stimmen.

Aber auch die Kulturmedien brauchen sich nicht zu brüsten. Auch hier werden nur arrivierten, die satten Autoren hofiert. Große Namen bringen Einschaltquoten und mehr zählt auch hier nicht. Egal ob Denis Scheck, Max Moor oder der Quartett-Abklatsch, man suhlt sich immer nur in der eigenen, fast schon inzüchtigen Blase, der bekannten Namen. Fast so, als wären Newcomer eine Bedrohung.

So, ich habe fertig und die ganzen Verlags- und Medienheinis stellen sich jetzt in die Ecke und schämen sich!

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