Anmerkungen zum Artikel „Warum Homöopathiekritik wichtig ist“

Vor einigen Tagen habe ich hier den Artikel „Warum Homöopathiekritik wichtig ist“ veröffentlicht. Dazu erreichten mich einige Kommentare und Anfragen, auf die ich gerne an dieser Stelle eingehen möchte.

Da es sich im Grunde genommen immer um die gleichen Aussagen, nur in leicht veränderten Variationen handelt, fasse ich die Antworten hierzu zusammen.

  1. Nein, ich werde nicht von der Pharmalobby bezahlt. Wird euch dieser Vorwurf nicht langsam mal langweilig? Naja, würde ich von der Pharmalobby bezahlt, würde ich diesen Beitrag jetzt aus der Montego Bay auf Jamaika absenden, mit einem fetten Rumpunsch in der Hand. Statt dessen sitze ich hier an meinem grindigen Rechner in der wintergrauen süddeutschen Provinz. Also klare Antwort: Nein! (Wobei ich die Sache mit dem Rumpunsch vielleicht nochmal ins Auge fassen sollte…)
  1. Mit dem zweiten Kommentarkomplex habe ich da so ehrlich gesagt ein paar Verständnisschwierigkeiten. Auf der einen Seite wird mir latente Homosexualität unterstellt, auf der anderen Seite zum Beischlaf mit meiner Mutter geraten. Ja was denn jetzt? Bitte entscheiden Sie sich, beides wird wohl etwas schwierig. Wobei beide Ausführungen dann doch eher Rückschlüsse auf den Intellekt des Kommentarschreibers zulassen. (Außerdem, wer macht denn noch „Deine Mudda“-Witze? Pfff)
  1. Zwei Kommentarschreiber*Innen hatten wohl ein Verständnisproblem mit dem Begriff „Mimimi“. Den erkläre ich gerne. Mit „Mimimi“ persifliere ich den larmoyanten Ton, in dem sich Homöopathieanhänger gerne als arme, unterdrückte Opfer der „bösen Pharmalobby“ sehen. Dass in Deutschland im Jahr 2014 z. B. ein Umsatz von 528 Millionen €uro gemacht wurde(1), spricht allerdings eine deutlich andere Sprache. Homöopathika werden in sämtlichen Frauenzeitschriften ganz offen beworben, die Werbespots laufen zur Prime-Time im TV und die Homöopathie genießt in Deutschland beste Voraussetzungen, die schon fast an Narrenfreiheit grenzen. Das wird gerne übersehen, Hauptsache, man kann sich zum Opfer stilisieren.
  1. Noch ein kleiner Tipp zum Thema „anonyme Beschimpfungen per Mail“: wenn in der E-Mail-Anschrift der Name des Absenders zu finden ist, ist die Mail nicht mehr anonym. Da ist es dann auch nicht mehr notwendig, die Mail mit irgendeinem Fantasienamen zu unterschreiben.

(1) http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/kurz-erklaert/146-homoeopathie-zahlen-daten-fakten

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5 Gedanken zu “Anmerkungen zum Artikel „Warum Homöopathiekritik wichtig ist“

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