#HomöopathenOhneSchamgrenzen

Also ihr Lieben, wenn unsere Freunde aus der homöopathischen Ecke so weiter machen, muss ich mir ehrlich Sorgen um meinen Blutdruck machen. Erst kürzlich die Herumquacksalberei an traumatisierten Flüchtlingen und jetzt haben’s was neues ausbaldowert. Aber fangen wir am Anfang an. Ich habe euch im letzten Artikel ja von den „Homöopathen ohne Grenzen“ erzählt. Wie man dazu steht, von der positiven Reputation einer anderen Organisation durch Namensgleichheit profitieren zu wollen – hier die „Ärzte ohne Grenzen“ – bleibt natürlich jedem selbst überlassen, ich selbst halte absolut nichts davon. Denn zwischen den beiden Organisationen gibt es keinerlei Berührungspunkte, wie die Ärzte ohne Grenzen kürzlich auf Twitter deutlich machten:

Letztmalig kamen die Homöopathen ohne Grenzen in die Schlagzeilen, als sie 2014 nach Sierra Leone und Liberia gehen und Ebola mit Homöopathie heilen wollten, die dortigen Behörden aber Verstand bewiesen und diesen Unsinn untersagten und dies auch durch Kontrollen durchsetzten. Das ganze Debakel könnt ihr hier bei PSIRAM nachlesen.

Und nun zieht es die Homöopathen wieder nach Afrika, genauer gesagt nach Ruanda. Dort sollen – angeblich auf Wunsch von Homöopathen vor Ort – mehrjährige Ausbildungen bzw. Ausbildungen zu Akutbehandlungen aufgebaut werden. Dieses Projekt wird nun quasi als kurze Voranzeige auf der Homepage der Organisation vorgestellt. Besonders amüsiert mich dieser Abschnitt: Ruanda befindet sich derzeit im Aufbau. Nach dem Genozid vor mehr als 20 Jahren sind gute Tendenzen erkennbar, um das Land moderner zu gestalten. Wir würden uns freuen, ein Teil davon zu sein. Homöopathie und Moderne? Die Homöopathie ist ein medizinischer Anachronismus, der in 200 Jahren nicht einmal seine Wirkung zweifelsfrei belegen konnte.

Ruanda braucht wirklich unsere Unterstützung. Dieses geschundene Land im Herzen Afrikas hat nach Bürgerkrieg und Krieg wirklich viele Baustellen zu bewältigen, auch das Gesundheitswesen muss aufgebaut werden, Homöopathie allerdings braucht Ruanda so nötig wie einen Kropf. Natürlich ruft der Verein auf seiner Homepage auch zum Spenden auf, um dieses Projekt zu unterstützen. Wenn ihr meine Meinung wissen wollt: Ja, geht hin und spendet, aber an lieber an die richtigen Ärzte ohne Grenzen, denn deren segensreiches Wirken kann wirklich jeden Cent gebrauchen. Das könnt ihr ganz bequem auch hier online machen. Geht schnell, tut nicht weh und ihr tut was Gutes!

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