Susannchen und der Sonnenbrand

Susannchen freute sich. Es war ein herrlicher Sommersamstag und sie ging mit ihrer Mutter zusammen einkaufen. Gerade schlenderten die beiden über den Wochenmarkt und freuten sich an den vielen Kisten und Kartons mit den verschiedensten Obst- und Gemüsesorten. Die Kirschen sahen so schmackofatzig aus, dass sie sich fast nicht zurückhalten konnte. Aber sie wusste, dass sie heute Nachmittag ihren Onkel Michael besuchen würde und nahm sich vor, mindestens einen der beiden großen Kirschbäume in seinem Garten ratzekahl zu futtern.

Da kam ihnen Frau Schneider entgegen. Frau Schneider war die Mutter von Bettina, der besten Freundin von Susannchen aus der Schule. Sie blieb vor ihnen stehen und begrüßte die beiden freundlich. Schade, dass Bettina nicht mit dabei war, sonst hätten sie ein bisschen Unfug machen können, so lange die Erwachsenen schnatterten. Aber vielleicht konnte Bettina ja mit zum Onkel, in den Garten! Hektisch zuppelte sie an der Bluse ihrer Mutter. „Duhuuu, Mama, vielleicht kann die Bettina nachher mit zum Onkel. Dann können wir ein bisschen spielen und ein Planschbecken gibt’s ja auch?“ fragte sie ganz brav.

Aber Frau Schneider schüttelte den Kopf. „Das wäre sicher ein Spaß für euch und normalerweise auch kein Problem. Aber wir waren gestern im Freibad und da hat sich Bettina einen doofen Sonnenbrand am Rücken und auf den Schultern geholt. Sie kann sich noch nicht mal ein T-Shirt anziehen, so tut das weh.“ Frau Schneider machte ein ganz betrübtes Gesicht und sagte dann zu Susannchens Mutter: „Ich war gerade in der Apotheke und habe mir etwas gegen den Sonnenbrand geholt. Wie die Dinger aber helfen sollen, kann ich mir gar nicht vorstellen.“

Mit diesen Worten holte sie einige Packungen aus ihrer Handtasche und zeigte sie ihr. Susannchens Mutter las Begriffe wie „Belladonna“, „Causticum“ oder „Acontium“. „Oh je…“, sagte sie „Das sind ja alles homöopathische Mittel. Da ist doch gar kein Wirkstoff mehr drin. Ob du Bettina diese Globuli gibst oder nicht, das macht keinen Unterschied!“

„Wie? Das wirkt gar nicht? Warum verkaufen die das dann in der Apotheke und was soll ich denn jetzt mit Bettina machen?“ rief Frau Schneider aufgeregt. Und da erklärten Susannchen und ihre Mutter gemeinsam, was es mit den Globuli auf sich hat. Das wissen wir als fleißige Leserinnen und Leser dieser Seite natürlich schon alles, deswegen schauen wir uns mal an, was man tatsächlich gegen Sonnenbrand machen kann. Bei schlimmen Fällen heißt es natürlich zu allererst „Ab zum Arzt!“ Ansonsten gilt es, die betroffenen Hautstellen zu kühlen. Am besten eignen sich hierzu feuchte Handtücher mit lauwarmen Wasser. Von Hausmitteln wie Zitrone oder Apfelessig sollte man die Finger lassen, sie schaden mehr als sie nutzen. Auch sollte man mit Kühlpacks vorsichtig umgehen und sie nie auf die blanke Haut legen.

Und danach kann man sich im Drogeriemarkt oder in der Apotheke spezielle Lotionen besorgen und auftragen. Diese kühlen und spenden Feuchtigkeit. Bei stärkeren Sonnenbränden hilft auch Cortison als Creme oder Gel (nicht als Salbe, die ist zu dick und kann einen Hitzestau in der Haut verursachen). Dies sollte aber auf jeden Fall der Arzt entscheiden. Genauso wie die Gabe von Schmerzmitteln bei Kindern! Bevor hier etwas gegeben wird, muss auf jeden Fall eine Vorstellung beim Kinderarzt erfolgen!

Aber schauen wir mal zurück auf den Wochenmarkt. Frau Schneider schwirrt hier nämlich der Kopf von den ganzen Informationen. Aber eines ist ihr klargeworden: mit den Globuli kann sie ihrer Tochter nicht helfen. Seufzend lässt sie die Packungen wieder in ihre Handtasche fallen: „Tja, da habe ich Lehrgeld bezahlt. Jetzt gehe ich erstmal in den Drogeriemarkt und hole Kühlcremes, die helfen sicher besser. Vielen Dank euch beiden!“ Sie wuschelte Susannchen durch ihre Haare und eilte in die entgegengesetzte Richtung davon.

„Da müssen wir nachher auch noch hin“, meinte Susannchens Mutter. „Wohin müssen wir noch? Ich will endlich heim und Erdbeeren naschen!“ „Na in den Drogeriemarkt und ein neues Sonnenschutzmittel für dich kaufen! Denn der beste Sonnenbrand ist der, der gar nicht erst entsteht!“

Weitere Informationen, wie man Kinder vor der Sonne schützen kann, findet ihr hier.

 

 

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